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Rheinische Post vom 30. September 2013                                                                                                          Beikircher moderiert großartige Gala
Im Jubiläumsjahr bot der Konzertchor '73 eine anspruchsvolle Veranstaltung in der ausverkauften Stadthalle. Dass ein Oratorienchor auch Oper und Operette singt, ist nicht alltäglich. Der Konzertchor '73 Ratingen hat jedoch bewiesen, dass er diesen Spagat ausgezeichnet beherrscht. Mit der "Neuen Philharmonie Westfalen" hatten die über 60 Sängerinnen und Sänger einen adäquaten Klangkörper zur Seite und glänzten in diesem gewaltigen Klangrausch wie selten zuvor... Jubel und Blumen!

Werner Schürmann

RP vom 5. April 2011
Ein hinreißender Elias - Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage gab es am Sonntag in der Stadthalle stehenden Applaus für "Elias", gespielt und gesungen vom Israel Chamber Orchestra, dem Konzertchor '73 und vier Solisten

  "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy - bekanntermaßen jüdischer Herkunft - ist ein Markstein in der Geschichte des deutschen Oratoriums und der Chorsinfonik. Ein Spätwerk, das der Komponist erst ein Jahr vor seinem frühen Tod vollendete. Angetreten waren ein Projektchor des Ratinger Konzertchors '73 mit Dirigent Josef Waggin, das Israel Chamber Orchestra aus Tel Aviv sowie Eunju Kwon (Sopran), Angela Froemer (Alt), Michael J. Connaire (Tenor) und Stephen Bronk (Bass).

  Das gut zweieinhalbstündige Werk, das in seiner gesamten Anlage und künstlerischen Ausgestaltung des alttestamentlichen Stoffes opernhafte Züge hat, ist zweigeteilt. Sorge um Wasser bilden den dramatischen Spannungsbogen im ersten Teil. Es erscheint ein starker, kämpferischer Elias, der sich gegen die Vielgötterei auflehnt. Mit Stephen Bronk war er ideal besetzt. Dank seiner Erfahrung auf der Opernbühne gelang ihm eine packende, dramatische Partie. Mit großer Stimme und Pathos eröffnete er das Werk mit "So wahr der Herr", der Prophezeiung der Dürre.

  Als Repräsentant des Volkes setzte der Chor mit sehr guter Textverständlichkeit ein. Er war sowohl in den eher choralhaften als auch in den dramatischen Teilen des Stücks bestens vorbereitet und präsent. Michael J. Connaire, der seine Rezitative stilsicher gestaltete, sang insbesondere die Arie "So ihr mich von ganzem Herzen suchet" wunderschön timbriert, von den Holzbläsern fein und dezent begleitet. Sopranistin Eunju Kwon setzte ihr Licht der Aufführung zu Beginn des zweiten Teils mit der Arie "Höre, Israel" und dem Rezitativ "So spricht der Herr". Sie wechselte mühelos vom weichen Pianissimo bis zum dramatischen Forte. Mit runder und tragfähiger Stimme gefiel Altistin Angela Froemer. Sie zog die Zuhörer vor allem mit der Arie "Sei stille dem Herrn" in ihren Bann.

  Der Darsteller des Abends, Stephen Bronk, zeigte sich im zweiten Teil bewundernswert wandlungsfähig. Musste er hier doch einen Tonfall finden, der sich von der Kämpfernatur des ersten Teils absetzt, denn im zweiten Teil erfährt Elias eine bittere Niederlage; ihm wird das Volk aufgehetzt und er fährt am Ende in einem feurigen Wagen gen Himmel. Dieser Wandel zu resignierter Introvertiertheit gelang Bronk erstklassig in der Arie "Es ist genug", im Dialog mit einer wunderschönen Kantilene der Celli.

  Dirigent Waggin erwies sich einmal mehr als sicherer Zeichengeber, hielt die Fäden souverän in der Hand. Eine glückliche Wahl war das Israel Chamber Orchestra. Streicher und Bläser vermochten führende Stimmgruppen zu sein, aber auch gleichermaßen homogener Klangteppich, der alle Singende beflügelte. Tosender, stehender Applaus und Bravo-Rufe.                 David Bund

WZ vom 5. April 2011                                                                                                                                                  Weite Anreise hat sich gelohnt - Orchester aus Tel Aviv und Konzertchor '73 begeistern.

  Es war ein ganz besonderes Konzertereignis, zu dem der Konzertchor'73 Ratingen eingeladen hatte. Auf dem Programm stand Felix Mendelssohn-Bartholdys großes Oratorium "Elias", und einige Zeit bevor der erste Ton erklang , waren schon so viele Zuhörer gekommen, dass es nur noch hebräische Programmhefte gab. Hebräisch weil das Konzert Teil der "Jüdischen Kulturtage NRW" war. Als Orchester war eigens das "Israel Chamber Orchestra" aus Tel Aviv angereist.

  Im Oktober 2010 fanden zwei gemeinsame Konzerte in Israel statt. Unter dem Motto "Elias in Israel" hatte der Chor im Oktober 2010 zwei erfolgreiche Konzerte in Tel Aviv absolviert. Am Sonntag war nun also der Gegenbesuch in Ratingen.          Vom Chor wird in dem über zweistündigem Oratorium einiges abverlangt, denn die Partie ist sehr umfangreich. Doch die Sänger, die von einigen Gästen unterstützt wurden, zeigten keine Konditionsschwächen und blieben bis zum Schlussjubel Herr der Lage. Unsicherheiten waren selbst in den schnellsten Passagen nicht zu hören, zudem boten sie eine äußerst differenzierte Interpretation. Die Sicherheit und Souveränität, die aus den vorhergehenden Aufführungen gewonnen wurde, war allerorten zu spüren. Schließlich zeugten auch die Partien in ganz kleiner Chorbesetzung von der Stärke der Sänger.

  In guter Form präsentierten sich auch die Gesangssolisten, allen voran Stephen Bronk in der anspruchsvollen Titelpartie. Nach der Pause beeindruckte er aber auch mit einer innigen "Es ist genug"-Arie.

  Insgesamt hatten sich wohl alle Solisten nach der Pause an die problematische Akustik der Stadthalle gewöhnt. Das Solistenquartett wurde von Eunju Kwon, Angela Froemer und Michael Connaire vervollständigt. Der Dirigent Josef Waggin wusste beeindruckend die Höhepunkte und Ruhestellen der Partitur herauszustellen. Insgesamt betonte er den dramatischen Charakter des Werkes und wählte fließende, oft auch zügige Tempi.

  Am Ende des Oratoriums hielt es die Besucher nicht mehr auf den Sitzen. Dass die Streicher hin und wieder mit Intonationsübungen zu kämpfen hatten und das Orchester in der Begleitung ab und zu kleine Unsicherheiten zeigte konnte den Gesamteindruck nicht schmälern: kaum war der letzte Ton verklungen hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen und ein frenetischer Jubelchor beendete den Abend.                                                 Oliver Richters 

Rheinische Post vom 3. November 2010
und Dumeklemmer (Presseartikel des Chores übernommen)

  Mit einer Fülle von Eindrücken und Erlebnissen sind Mitglieder des Konzertchor '73 Ratingen von ihrer Israelreise zurückgekehrt.  Im Mittelpunkt der zehntägigen Reise standen zwei Konzerte mit dem Israel Chamber Orchestra, mit dem der Chor unter der Leitung von Josef A. Waggin das Oratorium "Elias" von Mendelssohn-Bartholdy in Tel Aviv aufführte und als "Ratingen Choir"  für Begeisterung sorgte. Zwei Abende in Folge konnte der für dieses Projekt auf 120 Mitglieder verstärkte Projektchor vor gut gefülltem Saal singen - und das ganz ohne den heimischen Fanclub. Vor und nach den Proben und Aufführungen war Zeit für Kultur- und Naturerlebnisse: Es ging nach Jerusalem, an die heiligen Orte am See Genezareth und ans Tote Meer. Am Aussichtsberg mit Blick auf die Via Maris und das Aseka-Tal im British Park (Schauplatz des Kampfes von David und Goliath) entstand so ein historisches Gruppenfoto.

  Initiatorin dieser besonderen Konzertreise war Hanna Eisenbart, Sängerin im Konzertchor '73, die während einer Studienreise vor einigen Jahren die Idee einer Elias-Aufführung am historischen Ort hatte und Chorleiter Waggin davon begeistern konnte. Eine kompetente, professionelle Reiseleitung fand man in Georg Rößler, dem Sohn der berühmten Düsseldorfer Organistin Almut Rößler, der in Jerusalem lebt.

  Das Israel-Projekt "Elias" wird im kommenden Frühjahr auch in Ratingen zu hören sein: Während der Jüdischen Kulturtage 2011 wird das Israel Chamber Orchestra zusammen mit dem Konzertchor '73 den "Elias" in der Ratinger Stadthalle aufführen.        Zurzeit probt der Konzertchor jedoch wieder ganz andere Klänge: Bereits in einem Monat, am Samstag, 27. November 20 Uhr, steht ein vorweihnachtliches Konzert mit dem Weihnachtsoratorium von Camille-Saint-Saëns sowie eine selten aufgeführte Weihnachts kantate von Josef. G. Rheinberger auf dem Programm. Der Vorverkauf an den bekannten Stellen hat soeben begonnen.

 

WZ vom 1. November 2010
Ratinger Chor singt in Tel Aviv                                                                                                                                     "Israel ist trotz aller politischen Schwierigkeiten ein beeindruckendes Land. Das wir dort auftreten konnten, war toll."  Monika Kissling, Vorsitzende des Konzertchors '73 ist auch Tage nach ihrer Rückkehr noch fasziniert von der Chorfahrt nach Israel. Rund 30 Mitglieder hatten den Weg in den Nahen Osten angetreten - um dort mit dem "Israel Chamber Orchestra" (ICO) in Tel Aviv aufzutreten....                                                                                                                                                                      "Es war eine große Freude für uns, dass die Profis vom ICO mit unserem Laienchor auf der Bühne standen" sagt Kissling. Vorgetragen wurde das Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Idee zu der ungewöhnlichen Aufführung hatte Chormitglied Hanna Eisenbart. Sie besuchte Israel vor Jahren und dachte spontan, "hier müßte man eigentlich mal den "Elias" singen." Viel Organisation war nötig, um diese Idee vom "Projekt Elias" Wirklichkeit werden zu lassen. Auf 120 Mitglieder wurde die Gesangsgruppe aufgefüllt. Dazu kamen aus ganz Deutschland Sänger zu den Proben, die regelmäßig in Mettmann durchgeführt wurden. Dann fuhren alle gemeinsam nach Israel....

  Für den Auftritt hat sich laut der Chorvorsitzenden alles Proben gelohnt. "Wir hatten bei den Auftritten volles Haus. Und die Besucher waren richtig ergriffen", berichtet Kissling. Gerade für einen deutschen Chor sei es ein Erlebnis gewesen das über die Musik zur Völkerverständigung beitrug. Im nächsten Frühjahr folgt dann der Gegenbesuch: während der Jüdischen Kulturtage 2011 kommt das ICO nach Ratingen. Dann wird der "Elias" gemeinsam in der Stadthalle aufgeführt.                                               Florian Schmitz

  
WZ vom 22. März 2010
Die neue Philharmonie Duisburg hat diesmal den Gesang der Solisten und des Konzertchores veredelt.
Nur noch knapp zwei Wochen sind es bis Ostern, es beginnt sozusagen der Endspurt auf dem Weg vom Aschermittwoch bis zum Ostersonntag. Der Konzertchor '73 tat am Samstagabend den ersten Schritt zur feierlichen Einstimmung auf das höchste Fest der Christenheit. Mit Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion (BWV 245), 1724 uraufgeführt, brachte das ambitionierte Laienensemble erneut ein anspruchsvolles Werk der Chorliteratur zur Aufführung. Dass der Chor, der weit über die Ratinger Stadtgrenzen hinaus seinen exzellenten Ruf pflegt und regelmäßig zu Gastspielen bis ins Ausland reist, dieser Herausforderung gewachsen sein würde, stand  von vorn herein außer Frage.
Wie immer hatte sich das gut 70-köpfige Ensemble die Unterstützung namhafter Gäste aus dem Profilager als Solisten sichern können. Nicht zuletzt dank der guten Beziehungen seines erfahrenen Dirigenten und Chorleiters Josef. A. Waggin, konnte Bass-Bariton Jörg Hempel für die Rolle des Jesus gewonnen werden.Tenor Bernhard Schneider vom Chor des Bayrischen Rundfunks sang unter anderem den Evangelisten, und der Bass Franz Gehrisen rundete die Herrenriege ab. Sopranistin Myung-Hee Huyn (Meisterschülerin von Montserrat Caballé) und Altistin Ruth-Irene Meyer teilten sich die Frauenrollen. Begleitet wurden Solisten und Chor von der Neuen Philharmonie Duisburg und Heinz-Jakob Spelmanns am Cembalo sowie Heike Sierks an der Gambe.
Für die bewegende und eindrucksvolle Leistung gab es verdientermaßen begeisterten Beifall für alle Beteiligten. Und man kann sich bereits auf den nächsten Termin freuen: Am 27. November ist eine Aufführung des Konzertchors '73 von Camille Saint-Saens' Weihnachtsoratorium vorgesehen.
Marc Cechura

 
Rheinische Post vom 22. März 2010
Trauer, Leid und Gänsehaut

Stille folgte dem Schlusschoral der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach in der sehr gut besuchten Stadthalle. Dann setzte lang anhaltender Beifall  für eine Aufführung ein, die, sich stetig steigernd, im zweiten Teil ihren absoluten Höhepunkt erlebte. Der Konzertchor '73 Ratingen, unter der Leitung von Josef A. Waggin überzeugte mit hervorragenden Solisten und den Musikern der Neuen Philharmonie Duisburg.
Die Johannes-Passion, weniger bekannt als die erst später entdeckte und häufiger aufgeführte Matthäus-Passion, beeindruckte in ihrer herben Strenge. Die äußere Einteilung wirkte klar und ermöglichte so, dem dramatischen Geschehen leicht zu folgen. Der Evangelist, beim Konzert Bernhard Schneider (Tenor), der als Erzähler auch den längsten Solopart zu bestreiten hatte, schilderte in seinen Rezitativen das Geschehen von Christi Gefangennahme bis zu seinem Begräbnis. Als selbständige Einzelpersonen in diesem Drama standen als Jesus, Jörg Hempel mit vollem und wohlklingendem Bass und Franz Gehrisen, ebenfalls Bass, als Petrus und Pilatus.
Mit ihrem klaren, frischen Sopran sang Myung-Hee Hyun die Magdalena "Ich folge dir gleichfalls..˝. Der warme, klangvolle Alt von Ruth-Maria Meyer beschrieb die Empfindungen der Seele in der Arie "Von den Stricken meiner Sünden".   Gudrun Anschütz
  


Rheinische Post vom 3. November 2009
Mozart und Haydn umjubelt

Mit zwei großen Werken, der "Missa in Angustiis" von Joseph Haydn, auch "Nelson-Messe" genannt und Wolfgang Amadeus Mozarts "Requiem d-moll", KV 626 begeisterte der Ratinger Konzertchor '73 wieder sein Publikum. Unter bewährter Leitung von Josef A. Waggin entwickelte der Chor eine Kraft und Dynamik, die die Zuhörer fesselte.

Gemeinsam mit den exzellenten Musikern der Neuen Philharmonie Duisburg und einem renommierten Solisten-Ensemble, gelang es ihm, die bedeutenden Werke bis ins Detail auszuarbeiten. Der strahlend schöne Sopran der in Korea gebürtigen Myung-Hee Hyun bezauberte durch Sanftheit und Klarheit. Die junge Stimme, die anmutsvolle Haltung gewannen das Publikum bereits im Kyrie. In den fünf Sätzen der Messe von Haydn gelang es ihr, Trauer und Freude, Dunkelheit und Licht darzustellen. Volltönend erklang der Bass des gebürtigen Amerikaners Stephen Bronk. Einzeln, sowie gemeinsam mit den anderen brachte er die Schönheit und den Melodienreichtum der Musik des späten Haydn zum Ausdruck. Ruth-Irene Meyer berührte mit ihrer warmen Altstimme Herz und Sinne. Tenor Ulrich Cordes, Kirchenmusiker zuerst, dann an zahlreichen Oratorien und Opernproduktionen beteiligt, komplettierte das Solo-Quartett.

Haydn, Begründer der Wiener Klassik, die er selbst in seinem arbeitsreichen Leben zur Vollendung führte, beeinflusste die Komponisten seiner Zeit, vor allem Mozart, dessen Lehrer und Freund er war. In seiner "Missa in Angustiis" faszinierte er durch Zusammenführen alter Traditionen und neueren musikalischen Ideen. Er perfektionierte damit die symphonische Form ... Das lange Zeit vom Geheimnis seines Todes umwobene "Requiem" von Wolfgang Amadeus Mozart, der glaubte, an seiner eigenen Todesmesse zu arbeiten, wurde tatsächlich von dem Schüler Süßmeier beendet. Nach einer kurzen Einleitung des Orchesters, im Stile Bachs, folgt der weihevolle Chor"Requiem aeternam dona eis, domine" (gib ihnen die ewige Ruhe, Herr) ...Chor, Orchester und Solisten hatten sich zu einer großartigen Arbeit verbunden, die mit anhaltendem Beifall honoriert wurde.

Eine hervorragende Ergänzung bildete das erst kürzlich gegründete Felix-Quartett, das mit seinen jungen Streichern bereits mehrfach internationale Preise gewinnen konnte. Sie zeigten in dem "Streichquartett d-moll" von Wolfgang Amadeus Mozart ein ausgefeiltes Zusammenspiel und große Klangschönheit. Kathrin Schüppenhauer, Akademistin bei den Düsseldorfer Symphonikern, spielte eine wunderschöne erste Violine und führte die Gruppe sicher und gewandt durch das facettenreiche Werk. Georg Sakisjan(zweite Violine), Veronika Weiser (Viola) und Matej Kovar am Cello zeigten auch in den solistischen Partien hohes künstlerisches Niveau. Der nicht enden wollende Beifall im ausverkauften Saal und viele Blumen belohnten die ausgezeichneten Darbietungen. Gudrun Anschütz


WZ vom 02. November 2009
Gelungener Brückenschlag zwischen Mozart und Haydn

Beim diesjährigen Herbstkonzert des Konzertchores '73 dominierten die dunkleren Töne: Im Mittelpunkt des Programms, zu dem am Samstagabend viele Chorfreunde in die Stadthalle gekommen waren, stand Mozarts Totenmesse, sein "Requiem". Zuvor gab es aber noch ein große, strahlende Messe von Haydn, die Nelsons Sieg bei Abukir gewidmet ist und deshalb "Nelson-Messe" genannt wird ... Es ist ungewöhnlich,dass ein Streichquartett bei einem Chorkonzert auftritt, aber gerade dies hatte Josef A. Waggin, den Leiter des Konzertchores gereizt. Das junge "Felix-Quartett" sollte mit Mozarts Streichquartett KV 421 zugleich den Kontrast zu den großen Chorwerken setzen, aber auch für einen Brückenschlag zwischen den beiden Komponisten sorgen. Denn Mozart hatte dieses Quartett Haydn gewidmet.

Mozarts Requiem wurde schon mehrfach vom Konzertchor '73 einstudiert, eine Routine, die sich bezahlt machte. Souverän meisterten die Sänger komplizierte Doppelfugen und alle anderen Schwierigkeiten des Werkes. Zurecht bedachten die Zuhörer diesen langen Abend also mit reichlich Applaus. Oliver Richter

 
Rheinische Post vom 30. März 2009
Der Konzertchor '73 und die Neue Philharmonie Duisburg widmeten sich einem reinen Barockprogramm

Harmonie herrschte im Frühjahrskonzert des Kopnzertchores '73 in der Dumeklemmerhalle. Ein reines Barockprogramm gab die Gelegenheit für ausgewogenes Musizieren, saubere Akzentuierungen und für viele kleine Höhepunkte. Magische Momente waren indessen selten. Dem Gotteslob ordneten sich Sänger und Instrumentalisten unter Leitung von Josef A. Waggin freudig unter ... Das D-moll-Konzert für Oboe, Streicher und Cembalo, das einzig bekannte Werk des Italieners Allessandro Marcello , wies zum Auftakt die Richtung. Darüber konnte Imke Alers ihrer Oboe schon im Andante allen Schmelz entlocken ... Antonio Vivaldis Gloria erst fast 200 Jahre nach dessen Tod wiederentdeckt, gab dem Chor viel Entfaltungsmöglichkeit, die vor allem in den Ecksätzen begeistert ausgeschöpft wurde. Eindrucksvoll erschien im Eingangs-Gloria der ganze Himmelsraum ausgelotet.Mit dem munteren Duett "Laudamus te"stellten sich die beiden Solistinnen Camelia Tarlea (Sopran) und Sandra van Gemert (Alt) vor. Tarlea malte später mit weich fließender Stimme im "Domine deus" ein bemerkenswertes Idyll. Chor und Orchester wurden von Josef.A. Waggin zu einer abwechslungsreichen Interpretation geführt....Mit Pauken und Trompeten setzten sich nach der Pause das Dettinger Te Deum , das Georg Friedrich Händel nach dem Sieg über die Franzosen bei Dettingen 1743 komponierte, in Szene ... Reinhart Gröschels stimmungsvolle Arie "Bewahr, o Herr, du treuer Gott" blieb in bester Erinnerung. Im Quartett mit Aron Proujanski (Tenor) zeigten sich die Solisten gleichgewichtig, vom Chor jeweils treffend abgelöst ... Der Prunk barocker Klangwelt erstand im Schlussgesang des Chores.
Gisela Schöttler

 
WZ vom 30. März 2009
Der Konzertchor '73 begeisterte mit Werken von Händel und Vivaldi

"Gloria, Gloria..." erschallte es wie aus einem Munde. Strahlend helle Trompeten, fanfarenmäßig. J.A. Waggin hatte sich bei seinem Konzert mit dem Konzertchor '73 in der Stadthalle viel vorgenommen , gleich zwei große Werke aufzuführen : das "Dettinger Te Deum" von Händel und Vivaldis "Gloria" Leise nahte der Gesang: Tiefe Männerstimmen formten "Et in terra..."das über die Soprane zu einem kraftvollen Chorklang anschwoll. Hier wurden an den Chor hohe Anforderungen gestellt......Eine wunderschöne Melodie wird zum Ohrwurm: Wie ein dünner Nebel schwebt der Klang über unruhig fließenden Streicher-Akkorden. "Laudamus te.." folgte als munteres Duett zwischen Sopran (Camelia Tarlea) und Alt (Sandra van Gemert), die ihren Part mit klaren tragenden Stimmen vortrugen. Einen neuen Dialog führte Imke Alers (Oboe) in "Domine Deus" mit dem gesungenen Altsolo. Zuvor hatte sie bereits in Allesandro Marcellos Oboenkonzert auch ihr technisches Können bewiesen. Eine Wunderschön-Melodie entwickelte sich und wird durch den klaren Oboenton zum Ohrwurm.......sie singt geradezu auf ihrem Instrument und flechtet schwungvolle Verzierungen ein....Heinz-Jacob Spelmanns begleitete die Passagen am Cembalo.... ...Schmetternde Trompeten und hämmernde Pauken eröffneten das "Te Deum" von Händel. Festliche Jubelchöre und die Partien der Solosänger wechselten in den Sätzen ab.....Während auch in den weiteren vier Teilen der volle Chor die preisenden Chöre der Apostel, Priester, Propheten, Märtyrer darstellte, blieben die an die Erlösung erinnerten, dem Bass-Solisten Reinhard Gröschel vorbehalten.
Johannes Adams

 
Dumeklemmer vom 3. Dezember 2008
Festliches von Bach Dem Gründungsmitglied und künstlerischen Leiter des Chores, Josef A. Waggin, war mit der Auswahl des Solisten-Ensembles, des Orchesters, sowie der Vorbereitung seines Chores mal wieder der Beweis der Professionalität gelungen. Interpretationen von Text und Noten, insbesondere in den Chorälen, die nicht irgendwo in der gut gefüllten Stadthalle hängen blieben, sondern hörbar in den Ohren der Zuschauer ankamen, machten aus dem Konzert stellenweise eine meditative Andacht.... Langer, anhaltender Beifall waren der Dank für ein wegweisendes Konzerterlebnis. (KB)

 
RP vom 2. Dezember 2008
Bach - unverbindlich

Waggin hatte seinen knapp 80-köpfigen Chor durchaus gut vorbereitet... er dirigierte das große Ganze, dem sein Chor allerdings ebenso sicher folgte wie das Orchester, die Duisburger Sinfonietta. Die Bläser-Solisten des Orchesters, die einige Arien zu begleiten hatten , gestalteten ihren Part klangvoll. Und die Streicher spielten sicher und homogen. Von der Continuo-Gruppe ist Heinz-Jacob Spelmans hervorzuheben, der sein Cembalospiel mit teils ungewöhnlichen, ja sehr persönlichen Verzierungen anreicherte, die aufhorchen ließen....Waggin wählte zwar stetes zügige Tempi, aber selbst Choreinwürfe wie "Lasset uns nun gehen gen Bethlehem" machten das Unerhörte, das Einmalige dieser Weihnachtsgeschichte, nicht erlebbar. Behaglichkeit war auch hier das Resultat. Kristina Vahrenkamps Sopran zeigte großes Volumen; Martina Borst eine tragende Altstimme, Sebastian Klein (Bariton) verausgabte sich zwischenzeitlich, konnte seine Stimme jedoch wieder unter Kontrolle bringen. Reinhart Ginzel hatte als Evangelist die umfangreichste Aufgabe, die er mit bester Artikulation meisterte.....Der Aufführung fehlte das Besondere, Unverwechselbare. sie klang unverbindlich - wie so manche CD im heimischen Player. (Norbert Laufer)

 
WZ vom 2. Dezember 2008
Das bekannte Weihnachtsoratorium forderte vom Ensemble und vom Publikum alles ab.

Große Herausforderungen hat der Ratinger Konzertchor '73 noch nie gescheut und bislang auch immer mit Bravour bewältigt..... Die Vielfalt der Klangfülle des großen Ensembles begeisterte ebenso, wie die Solopassagen der Gastsänger, die den Rezitativen und den dialogischen Momenten Dramatik und Stimme verliehen ...Konzentriert und voller Spannung verfolgten die Besucher den Vortrag, kaum hörte man ein Husten oder Rascheln während der Kantaten. Der Konzertchor verlangte mit dieser umfassenden Aufführung nicht nur sich selber, sondern auch dem Publikum einiges ab, doch lohnte die Anstrengung für beide Seiten - am Ende gab es verdienten, lang anhaltenden Beifall für die Musiker und den Dirigenten.( Marc Cechura )

 
RP vom 14. April 2008
In der Tonsprache von Johannes Brahms...

...bleibt die Fülle beglückender Musik aus dem Seelenspeicher von Trost und Verheissung deutlicher im Gedächtnis als die Zerrissenheit durch Leid und Tod.Josef A. Waggin formte das "Deutsche Requiem" mit dem verstärkten Konzertchor '73 und der Neuen Philharmonie Westfalen in der Stadthalle zu einem eindringlichen Erlebnis.

Brahms größtes Werk, das ihm zugleich zu Lebzeiten den nachhaltigsten Ruhm einbrachte, ist keine Totenmesse im herkömmlichen Sinn.Es ist vielmehr anhand von ihm selbst zusammengestellter Bibeltexte - vornehmlich Neues Testament und Psalmen - eine Ausein-andersetzung mit der Vergänglichkeit menschlichen Lebens und der Sehnsucht nach Unsterblichkeit mit stark meditativen Abschnitten.

Voller Wohlklang war so bereits der Beginn mit unvergleichlich zarten Tönen des Horns, dem der Chor in weichem Schwingen folgte. Geigen und Klarinetten schwiegen noch und ließen der Oboe die anrührende Melodie. Nur einmal erschien im ersten Satz ein Kulminationspunkt etwas forciert. Aufrüttelnd durch die Trommel grub sich der zweite Satz mit dem Petrus-Vers: "Denn alles Fleisch, es ist wie Gras" in die Sinne der Zuhörer. Der Gesang, zunächst romantisch bewegt , wurde fordernder, zerrissener, mitunter ungebändigt. Im dritten Teil kontrastierten Schmerz und Hoffnung im Bariton-Solo und Chor, der am Ende freilich in den Höhen an seine Grenzen stieß. Stefan Kohnke hatte nicht ganz die erwünschte Stimmfülle. Zum anmutigsten Chorsatz geriet, getragen von der Klarinette, der 84.Psalm "Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth". Der in Musik ausgedrückte hoffnungsvolle Blick nach vorn fand seine Erfüllung im 5. Teil im Sopransolo von Myung-Hee Hyun. Die junge Koreanerin bezauberte nicht nur mit ihrer feinen und klaren hohen Stimme, die über dem dezenten Klangbett von Chor und Orchester schwebte, sondern auch mit ihrem himmelblauen, weiten, reichverzierten schulterfreien Abendkleid.

Die dramatischste Steigerung vor dem würdevollen Schluß erfuhr das Requiem im 6. Satz besonders im Chor. Aus feinen Tupfern traten nach und nach die Verheißungen hervor, unterstrichen vom Orchester, in dem plötzlich die Hörner wie Posaunen klangen. Der Solist blieb auch hier eher unauffällig. Das Finale zog mit in seinem tröstlichen Schwingen. Chor und Bläser fanden sich im himmlischem Klang, der in ein Harfenarpeggio mündete. Die Neue Philharmonie Westfalen zeigte sich stets von ihrer besten Seite.

Eher spröde erschienen dazu die Betrachtungen des vor neun Jahren verstorbenen jüdischen Religionsphilosophen Schalom Ben-Chorin zum Brahms-Requiem, die Prof.Dr.Johannes Degen vorlas. Sie betonten freilich die zeitlosen Elemente des Werkes und den Wunsch, dass die Macht der Musik Herzen öffnen möge. Im begeisterten Schlussapplaus ließ das Publikum keinen Zweifel daran, dass die Aufführung ein großer Erfolg war. Gisela Schöttler

 
WZ vom 14. April 2008
Den Worten folgten die Sätze

Brahms Requiem, das ist ein hartes Stück Arbeit für einen Chor - auch dann, wenn er Verstärkung von außerhalb bekommt, so wie am Samstag der Konzertchor '73, der von Chormitgliedern aus Düsseldorf unterstützt wurde. "Es sind sieben Chorsätze, der Chor singt fast ununterbrochen - aber es lohnt sich" resümierte Marie-Luise Schwarz vom Konzertchor anschließend. Zufriedenheit besteht auch darüber, wie das Zusammenspiel der Beteiligten funktionierte: "Die Chöre waren erstaunlich präsent und homogen". Etwas Besonderes war die Aufführung des Brahms-Klassikers in der Stadthalle auch noch aus anderen Gründen: So hatte der jüdische Religionsphilosoph und Schriftsteller Schalom Ben-Chorin eigens eine kleine Meditation zu dem Requiem geschrieben. Die Texte las dann der Wuppertaler Theologieprofessor Johannes Degen vor den einzelnen Sätzen. Schwarz:" Das hat sehr gut auf die Musik eingestimmt". Bewährte Elemente des Abends waren die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen. die in großer Besetzung spielten, der Bariton Stefan Kohnke und die Sopranistin Myung-Hee Hyun, die schon einige Male mit dem Konzertchor aufgetreten war - und auch diesmal wieder mit ihrer charakteristischen, reinen Stimme begeisterte. Sie erntete schließlich den lautesten Applaus in der gut besuchten Stadthalle.
Stefan Fries

 
RP vom 29.Oktober 2007
Gounod für Kenner

Der Konzertchor '73 konzertierte zusammen...mit der neuen Philharmonie Westfalen in der Stadthalle. Dirigent Josef A. Waggin hatte eine wahre Mammutaufgabe zu bewältigen. Ein voll besetztes Sinfonieorchester mit Bläsern, Streichern, Harfe und Pauken, ein Chor mit Dutzenden von Sängern sowie drei Solisten - alle warteten auf seine Zeichen. Der Konzertchor '73 hatte sich bei seinem Auftritt in der Stadthalle die Cäcilienmesse Charles Gounods vorgenommen. Diese gehört zu den bekanntesten Werken des Kompo- nisten, wird aber überaus selten aufgeführt - die Besetzung mit wohl gut über hundert Musikern ist einfach gigantisch umfangreich. Französische Lebensfreude: Die Musiker brachten ganz beachtlich tosende Klangwände zustande, ihnen gelangen aber ebenso die dezenten, fast schon heiteren Passagen. Bei Gounods "Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile" wie sie im Original heißt, handelt es sich nämlich nicht durchweg um die gewohnt schwere, ernste Kirchenmusik...Die Solisten hatten es bei der vielstimmigen Begleitung nicht immer leicht hervorzustechen, ließen aber keinen Zweifel an ihrem Können. Sopranistin Eleanor Forbes, Tenor Reinhart Ginzel und Bass Thomas Wittig meisterten ihre Stimmen routiniert und ausdrucksstark...Klug war der Konzertaufbau: In der ersten Hälfte, vor Gounods Cäcilienmesse spielte die Neue Philharmonie Westfalen ohne Chorbegleitung zwei Werke Mozarts: die Ouvertüre zu "La finta giardiniera" und das Konzert für Klarinette und Orchester in A-Dur. Die leicht zugänglichen, beschwingten Stücke schafften eine gute Basis für die Höhepunkte der zweiten Hälfte. In der Rolle des Solisten konnte Klarinettist Thomas Lindhorst glänzen, der schon vor der Pause eine Zugabe gab.

 
WZ vom 29. Oktober 2007
Konzertchor '73 bürgt für Qualität

Herbstkonzert: Werke von Mozart und Gounod in der fast ausverkauften Stadthalle bejubelt. Nicht ausverkauft, aber doch so gut wie - die Resonanz auf die Konzerte des Ratinger "Konzertchor '73" ist stets gewaltig. Auch am Samstagabend blieben wieder nur vereinzelte Sitzplätze in der Stadthalle frei. Ehe beide Ensembles gemeinsam Gounods Cäcilienmesse aufführten, bestritt die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von Josef A.Waggin, den ersten Teil des Abends allein. In wechselnder Besetzung standen zwei Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm, die Ouvertüre "La finta giardiniera", gefolgt von dem Klarinettenkonzert in A-Dur, das Mozart nur wenige Wochen vor seinem frühen Tod im Jahre 1791 vollendet hatte. Als Solist war Thomas Lindhorst verpflichtet worden, der als Professor für Klarinette an der Hochschule für Musik in Detmold unterrichtet. Sein fließendes, filigranes Spiel sorgte für Begeisterung, das die überraschende Leichtigkeit der Komposition unterstrich, zugleich aber der latent vorhandenen Tragik unter der Oberfläche Rechnung trug. Für die 1855 komponierte Cäcilienmesse kehrte nach der Pause nicht nur die komplette große Orchesterbesetzung auf die Bühne zurück, auch die rund 70 Sängerinnen und Sänger des Chores traten endlich ins Rampenlicht. Mit ausgeglichener, kräftiger Tongebung stützen die Chorstimmen die drei Solisten, die in Gounods opernartigen Solomelodien ihr hohes Können bewiesen.

 
RP vom 26. März 2007
Volle Bühne, volles Haus

Das Frühlingskonzert des Konzertchors '73 bot den Zuschauern in der Stadthalle neben Gioacchini Rossinis "Stabat Mater" eine europäische Uraufführung von Dr. Allen Rosenbergs "Waldron-Requiem". Unter der Leitung von Josef A. Waggin stand der Konzertchor'73 gemeinsam mit dem St. Lucie Chorale aus Florida und der Neuen Philharmonie Westfalen auf der Bühne.

Konzertante Aufführung
Das "Waldron-Requiem" bezeichnete Waggin, künstlerischer Leiter und Dirigent des Ratinger Chors, als "neoromantisch und postmodern". Die Aufführung war ein wahrer Ohrenschmaus, wenn man bedenkt, dass es sich um ein zeitgenössisches Stück handelt. Besonders der an- und abschwellende Gesang, begleitet von den dominierenden Geigen und dem Organisten, der kein anderer als der Komponist Rosenberg selbst war, unterstrichen das Moderne an der mutigen Komposition.
Das Stück ist ausschliesslich als konzertante Aufführung gedacht, nicht als liturgisches Werk. Vielleicht taten sich deshalb einige der Zuschauer mit der Komposition etwas schwer. Dennoch gab es nach der etwa 20-minütigen Aufführung viel Applaus für den amerikanischen Komponisten.
Auch das nachfolgende "Stabat Mater" von Gioacchino Rossini fand grossen Anklang beim zahlreich erschienenen Publikum. Von Geigen dominiert, ist dieses Werk ein besonderes im Bereich der Kirchenmusik. Das Stück beeindruckt durch seine Vielfältigkeit, die Chor und Orchester gut umsetzten...
Das Rossini-Finale war der erklärte Höhepunkt des Abends. Der von Bravo-Rufen begleitete Applaus wollte nicht abklingen. Die begeisterten Besucher feierten Chor und Orchester, während ein sichtlich zufriedener Josef A. Waggin auf seinem Dirigentenpodest den Akteuren dankte.

 
WZ vom 24. März 2007

Lucille du Berger hat sich eine dicke Winterjacke angezogen und Handschuhe übergestreift. Kalt ist es in Deutschland. Und nass, "Es war garnicht so leicht, den Koffer zu packen für diese Reise", sagt die gutgelaunte Dame. Freundin Chris West stimmt ihr zu. "Ja, wenn man bedenkt, dass wir bei uns momentan 25 Grad haben..." - Lucille und Chris sind zwei von über 40 Sängerinnen und Sängern aus dem US-Sonnenstaat Florida, die seit Mittwoch zu Gast in Ratingen sind. Und die zwar genau wussten, dass hierzulande gerade Winter ist. Diesen aber dann doch nicht so ganz gewohnt sind. Uraufführung
Sie und die anderen sind Gäste des Konzertchors'73, der gemeinsam mit ihnen, dem St. Lucie Chorale, heute Abend in der Stadthalle auf der Bühne steht, um zwei ganz besondere Stücke geistlicher Musik aufzuführen: "Stabat Mater" von Rossini und das "Waldron-Requiem" von Allen Rosenberg. Letzteres wird sogar in europäischer Uraufführung statt finden. Und: Der Komponist ist selbst da und übernimmt den Orgelpart. Denn Allen Rosenberg ist der Dirigent des St. Lucie Chorale und ein Freund Josef A. Waggins, musikalischer Leiter des Ratinger Konzertchors.
"Das wird ganz toll", waren sich Amerikaner und Deutsche gestern einig. Zu dieser Überzeugung trägt unter anderem die fabelhafte Stimmung zwischen den Chören bei. Die Gäste aus den USA sind bei ihren deutschen Sangesfreunden untergebracht. Diese haben ein spannendes Besuchsprogramm für sie vorbereitet. Da nehmen alle die Arbeit in der Vorbereitungsphase für das Konzert umso leichter.
"Singen verbindet eben - über Sprach- und Kontinentalgrenzen hinweg" sagt Altistin Renate Konitzer. Auch sie hat drei Gäste aus den USA bei sich aufgenommen. Lucille und Chris erzählen begeistert von der Rheintour, die sie Donnerstag unternommen haben. "An der Loreley hatten wir sogar Schnee", sagen sie - und zeigen lachend Fotos in der Digitalkamera, die sie nicht einmal vor Wochenfrist im Atlantikstrand zeigen - in Bikini und mit Sonnenhut. "Schnee kennen wir bei uns nicht".
Gestern bibberten sich die Gäste bestens gelaunt durch eine Stadtführung. "Wie schön Ratingen ist", so die einhellige Meinung..Die erste gemeinsame Probe der beiden Chöre am Abend zuvor war da natürlich noch Thema. "Es hat wunderbar geklappt" sagt Lucille. "Die Ratinger sind exzellent vorbereitet - und haben einen charmanten Dirigenten"
Gestern Abend trafen sich alle erneut zur Generalprobe. Heute gibt es ein kurzes Entspannungsprogramm, bevor am Abend mit dem Konzertchor '73 und dem St. Lucie Chorale über 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne stehen - und zeigen, was über Länder- und Kontinentalgrenzen hinweg entstehen kann.


Super Tipp vom 23.März 2007
Birkenkamp empfängt...

Wenn morgen der Konzertchor '73 sein Frülingskonzert gibt, kommt das Ratinger Publikum in den Genuss einer europäischen Uraufführung: Gemeinsam mit dem Chor St. Lucie aus Stuart/Florida wird ein Requiem aus der Komponisten-Feder des amerikanischen Chorleiters Dr. Allen Rosenberg aufgeführt, ebenso Rossinis "Stabat Mater". Diese gemeinsame Konzertveranstaltung ist der Grund für den Besuch des amerikanischen Gastchores zwischen dem 21. und 27. März 2007 in Ratingen. Herzlich willkommen!


RP vom 6. März 2007
Uraufführung und Rossini

In den Genuss einer europäischen Uraufführung kommen Besucher beim Frühjahrskonzert des Konzertchor'73: Chorleiter Josef A. Waggin bringt mit seinen Sängern und Orchester erstmals eine erweiterte Fassung von Dr. Allen S. Rosenbergs "Waldron Requiem" auf die Bühne. Waggin selbst ist befreundet mit dem Komponisten, hat ihn schon öfters in Florida besucht: "Allen Rosenberg ist mit einer Homburgerin verheiratet. So haben wir uns irgendwann kennen gelernt."
Das Stück ist eine Auftragskomposition: "Waldron war ein Farmer, der seine Farm an einen Freund von Rosenberg verkauft hat. Als Waldron starb, ließ dieser Freund für den Verstorbenen ein Requiem komponieren." Für die eher ungewöhnliche Kombination von Chor, Streichern, Pauke und Orgel hat Rosenberg das Requiem komponiert. Die Uraufführung in den USA war vor einem Jahr. Inzwischen hat Rosenberg einige Teile dazu komponiert, und diese erweiterte Fassung kommt nun erstmals in Ratingen auf die Bühne.
Als "neoromantisch bis postmodern" bezeichnet Waggin den Stil des Requiems. Rosenberg hat das Stück bewusst als konzertante Aufführung angelegt, nicht als liturgisches Werk.
Das Konzert beginnt am Samstag, 24. März, um 20 Uhr, in der Stadthalle.

 
28.Oktober 2006
Geballte Klangkraft

Einen so glanzvollen Abend wie die Italienische Opern-Gala des Konzertchor '73 gibt es in Ratingen nicht oft. Die Stadthalle war nach längerer Zeit wieder bestens gefüllt, und ein restlos begeistertes Publikum war glücklich, dabeigewesen zu sein. Das Herbstkonzert unter der bewährten Leitung von Josef A. Waggin bot ein Musterbeispiel an perfektem Zusammenwirken. Der Chor, die Solisten und die Neue Philharmonie Westfalen tauchten mit so einmütiger Hingabe in den Klang der italienischen Oper des 19.Jahrhunderts ein, dass die Zuhörer verzaubert sein mussten.
Unbestrittener Star des Abends war die Sopranistin Richetta Manager, die aus den USA an die Gelsenkirchener Oper kam.
Mit einer weichen, biegsamen Tenorstimme war Wolfram Wittekind Partner in mehreren Duetten, ebenso als Solist mit grossem Atem schmerzvoll seufzend oder leichtfüssig präsent. Für den Chor gab es grosse Momente mit "Norma viene" von Bellini, einem Puccini-Titel, vor allem aber mit den berauschenden Stücken aus den Verdi-Opern. Der Gefangenenchor aus "Nabucco", maßvoll und dicht dargeboten, war für die Sänger sicher das schönste Erlebnis.
Den ganzen Abend hindurch machte die Neue Philharmonie Westfalen wirklich Freude....... Josef A. Waggin steuerte sicher durch die Gala. Mit Worten stand ihm diesmal der stellvertretende Programmdirektor von Klassik Radio und Opernmoderator Holger Wemhoff zur Seite. Er lieferte eine Fülle von Informationen und hübschen Anekdoten über Komponisten und Werke, und da war kein Wort zuviel. Stürmischer Beifall und Bravo-Rufe waren der Dank.

 
27.März 2006
Das Mozart-Experiment ...

Als erfreuendes Konzert und zugleich als reizvolle Studie zu Mozarts Schaffen erlebten Musikfreunde in einer Aufführung des KV 427 des Jubiläumskomponisten in zwei Varianten...Bei den Duetten und Terzetten fiel immer wieder die duftige Begleitung durch das Orchester auf, während die Chöre am strahlendsten im Credo und im Schlusschor klangen...Eine Zweitnutzung des Notenmaterials mit neuem, nämlich in altitalienischer Sprache abgefasstem Text, bot die ein Jahr später zusammengestellte Kantate "Davide penitente". Das zehnteilige Werk wirkte von den Chören sicherer und entschiedener als die Messe...Ein gewaltiger Schlussapplaus drückte aus, wie dem Publikum diese Mozart-Huldigung gefallen hatte.
Chorleiter Waggin:"Die C-Moll-Messe ist eigentlich das Rudiment einer großen Messe. Mozart hat sie im Jahre 1782 für seine eigene Hochzeit komponiert, das Werk wurde aber nie fertig. Kyrie, Gloria und Credo sind unvollständig, vom Sanctus und Benediktus vermutet man, dass sie woanders entnommen sind."

 
26.September 1992
WZ: Tosender Applaus für Bravourstück

... Besonders der Chor, der den Löwenanteil des Vokalen zu bewältigen hat, muß nicht nur höchste technische Anforderungen bewältigen, sondern muß auch stimmlich pausenlos präsent sein...

und die Rheinische Post schrieb:
Engagierter Vortrag mit viel Gefühl...Es gehört schon eine gute Portion Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, wenn sich ein Laienensemble an ein so schwer zu verstehendes, und erst recht zu singendes Werk wagt. Übernommen hat sich der Chor jedoch nicht ...

 
27.Okotober 1990
Opern-Gala

... Schöne Weisen - schöne Stimmen.

Durch das Programm, das Ohrwürmer der Opernliteratur enthielt, führte als Moderator Claus H. Henneberg, Generalintendant an mehreren Bühnen. Er spannte den Bogen von Mozarts "Figaros Hochzeit" bis zur heimlichen Nationalhymne der Italiener Verdis Gefangenenchor aus "Nabucco", immer bedacht auch wenig bekannte musikhistorische Zusammenhänge zu vermitteln.

 
30.März 1986
Ein geglückter Anfang...

In der "La Dépêche" war zu lesen:
...eine strahlende Schönheit...Die Rosenkranzbasilika hat mit Freude die Pracht der Musik an diesem Osterabend wiedergefunden... Ein geglückter Anfang...Abgesehen von festlichen, liturgischen Ereignissen gab es noch nie so viele Besucher in der Rosenkranzbasilika zur Eröffnung des Osterfestivals...Nun, die beiden ersten Aufführungen entsprachen den Erwartungen der Zuschauer. Und das bedeutet etwas, denn die Treuen des Festivals legen viel Wert darauf, die Qualität der Aufführung - Orchester, Chor und Solisten - sowie die Werke im Programm, die vorzugsweise der Klassik angehören sollten, zu kennen...

 
26.November 1983
Die Aufführung des Requiem...

Die Aufführung "Ein Deutsches Requiem" ist sicherlich das Beste, das der Chor `73 bisher präsentieren konnte. Man hatte hörbar hart gearbeitet. Erstaunliche Intonationssicherheit und dynamische Exaktheit zeugten von intensiven Proben...
...Unbestritten hat Waggin mit seinen Chorsängern in den vergangenen zehn Jahren, wie das Konzert zeigte, bemerkenswerte Aufbauarbeit geleistet.

 
24.November 1979
...für Chor `73 neuen Triumphs...

Ode an die Freude - Beethoven
Der Höhepunkt des Abends war getragen von makelloser Stimmschönheit und Ausgewogenheit des Chores, der sich zu überragender Begeisterungsfähigkeit steigerte. Die innere Anteilnahme an dem grenzenlosen Durchbruch der Freude wurde durch den auswendigen Vortrag optisch gestützt, deutliche Aussprache und sicher beherrschte Substanz übertrugen sich eindrucksvoll auf die Zuhörer.

 
3.Juli 1976
Die Jahreszeiten, dargeboten...

...vom Chor ´73, der in Lindgrün und Schwarz ein ästhetisch besonders ansprechendes Bild bot…Der starke Beifall, der sich zu Ovationen steigerte, war Anerkennung und Dank…

 

 
1.Chorkonzert am 24.Mai 1975  
Ein anspruchvolles Chordebüt...

Buxtehude - G. F. Händel
Die Stadt Ratingen hat ganz offenbar einen weiteren guten, viel versprechenden Chor, denn das Debüt des Chor ´73 unter der Leitung von Josef Waggin war im ganzen gesehen ein großer Erfolg…Bemerkenswert war die beinahe profihaft anmutende Vorbereitung des Konzertes…Die Ratinger Bevölkerung honorierte es mit einem fast ausverkauften Haus und den Schluss mit stürmischem Beifall.

 

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